Gefahren der lockeren Geldpolitik

Gefahren der lockeren Geldpolitik

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Die Europäische Zentralbank hält an ihrer Geldpolitik fest und wirft weiter Geld auf den Markt. Diese Vorgehensweise soll noch einige Zeit so weitergehen. Über das Eindämmen dieser Geldpolitik, dem sogenannten Tapering, sieht EZB-Chef Draghi nicht einmal Gesprächsbedarf.

Es ist nun Ende Oktober und viel Neues hört man von Seiten der EZB zu diesem Zeitpunkt nicht. Sie hält an ihrem milliardenschweren Anleihenankaufprogramm fest und stellt dafür monatlich 80 Milliarden Euro zur Verfügung. Dies soll voraussichtlich noch bis Ende März 2017 so weitergehen, falls nötig, sogar länger. Damit trägt die EZB weiter dazu bei, den seit Jahren überfälligen Zusammenbruch des Euro weiter hinauszuzögern.

Der Leitzins im Euroraum liegt weiter auf dem Rekordtief von null Prozent. Damit haben die Geschäftsbanken weiterhin die Möglichkeit, sich zinsfrei frisches Zentralbankgeld zu besorgen und können es nach Belieben weiter durch Kreditvergabe vermehren. Hat sich eine Geschäftsbank von der Zentralbank Geld geliehen, darf sie selbst Geld verleihen. Jedoch verleiht die Geschäftsbank nicht die Geldmenge, die sie sich selbst von der Zentralbank geliehen hat. Das geliehene Geld von der Zentralbank stellt eine Mindestreserve dar und darf nicht weiterverliehen werden. Statt dessen verleiht die Geschäftsbank imaginäres Geld an Privatkunden, Unternehmen und auch an den Staat. Dabei darf das Geld der Zentralbank, also die Reserve, nie geringer sein als 2 Prozent des insgesamt verliehenen Geldes der Geschäftsbank.

In der Praxis geht es hier um riesige Summen. Ein vereinfachtes Beispiel kann diesen Prozess jedoch verständlicher machen: Eine Geschäftsbank leiht sich von der Zentralbank z. B. 10.000 Euro. Diese 10.000 Euro sind die Reserve und verbleiben in der Geschäftsbank. Jedoch hat die Geschäftsbank dadurch das Recht, selbst 490.000 Euro an ihre eigenen Kunden vergeben zu dürfen. Diesen Prozess bezeichnet man als Kreditschöpfung.

Der Einlagenzins blieb übrigens auch unverändert bei minus 0,4 Prozent. Das macht es für die Banken weiterhin unrentabel, überschüssiges Geld bei der Notenbank zu parken. Also, was nun? Noch mehr Geld verleihen!

Häuslebauer haben gut lachen. Die Zinsen werden „für längere Zeit und weit über die Zeit der Wertpapierkäufe hinaus“ auf dem aktuellen Niveau oder tiefer liegen. Das macht es für Häuslebauer weiterhin attraktiv, sich für ein eigenes Zuhause zu verschulden. Überhaupt läuft alles auf weitere, höhere Verschuldung hinaus, denn ohne Verschuldung gibt es kein neues Geld. Würde man alle existierenden Schulden zurückzahlen, wäre jegliches Geld fort. Also, muss der Bürger weiterhin brav auf Pump kaufen, damit die Finanzinstitute weiterhin auch in Phasen niedriger Zinsen ordentlich verdienen können.

Übrigens herrscht allgemein die Meinung vor, dass die Banken kleine Zinsdifferenzen verdienen. Wenn sie also z. B. für einen Häuslebauer 300.000 Euro für 1,5 Prozent zur Verfügung stellen, welches Anleger bei ihnen für 0,5 Prozent zuvor deponiert haben, dass diese also 1 Prozent verdienen. So einfach ist es jedoch nicht. Die Summen, die Verliehen oder angelegt werden, sind irrelevant, denn sie sind ein Durchlaufposten. Anleger, die 300.000 Euro für 0,5 Prozent bei einer Bank deponieren, bescheren der Bank 1.500 Euro Zinskosten pro Jahr. Finanzierungskunden, die für den gleichen Betrag 1,5 Prozent Zinsen bezahlen, ermöglichen dem Institut 4.500 Euro Zinseinnahmen pro Jahr. Tatsächlich stehen 4.500 Euro Einnahmen den 1.500 Euro Kosten gegenüber. Das entspricht einer Vorsteuerrendite von 300 Prozent!

Wer auf Geld baut, baut auf Sand

Schwierig wird es immer dann, wenn unkontrolliert Liquidität dem Wirtschaftskreislauf ohne substanziellen Gegenwert hinzugefügt wird. Die Geldmenge wächst sprunghaft an. Crashs sind unausweichlich und dem Sparer, der auf Geld baut, droht der Totalverlust im Fall einer Entwertung. Die sogenannte Sicherheit von Geldwertanlagen existiert nur so lange, wie das Geld existiert. Angesichts der aktuellen Entwicklung, sollte es jedem klar sein, dass dies nicht unbegrenzt so weitergehen kann. Irgendwann, wenn das Vertrauen schwindet, wird das System wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Eine sinnvolle Vorsorge sollte also darin bestehen, Geldwerte schnellstmöglich in Sachwerte einzutauschen. Dabei spielen insbesondere Edelmetalle eine große Rolle, denn sie sind wertbeständig und im Gegensatz zu z.B. Immobilien auch zu kleineren, regelmäßigen Geldbeträgen erhältlich. Edelmetalle könnten in physischer Form sogar zu Hause gelagert werden, soweit ein Tresor vorhanden ist. Ansonsten empfiehlt sich die Lagerung in einem Zollfreilager. Denn auch dort kann man jederzeit nach Absprache vorsprechen und sich seine Edelmetalle mitnehmen.

Längst ist es im Bewusstsein der Anleger angekommen, dass es sinnvoll ist, ein Edelmetallportfolio aufzubauen und zu streuen. Mit dieser Strategie kann die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm einen stetig wachsenden Bedarf befriedigen, indem Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium angeboten werden. Diese Vorsorge schützt das Vermögen nachhaltig vor drohenden Finanzturbulenzen.

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